Das Gesetz und die Sünde – Die 2. und 3. Funktion

Hier geht es zum ersten Teil von „Das Gesetz und die Sünde“!

2. Funktion: Römerbrief 7,8

Römerbrief 7,8 (Link hier)

8 Die Sünde aber nahm das Gebot zum Anlass und erregte in mir Begierden aller Art; denn ohne das Gesetz war die Sünde tot.

 

Es gibt ein bekanntes Sprichwort, das besagt, dass die verbotene Frucht immer am besten schmeckt. Gleiches liegt auch beim ersten Sündenfall von Adam und Eva vor.
Der Sankt Augustin hat sich in seinem Buch dazu bekannt, einmal als Jugendlicher eine Birne vom Baum gestohlen zu haben. Er war satt und hat es trotzdem getan und zu allem Überdruss die Frucht sogar zu den Schweinen geworfen. Mit dieser Tat hatte er das Gesetz der Eltern gebrochen, die es ihm untersagten, Früchte vom Baum zu pflücken. Aber mit dem Bruch des Gesetzes hat die Rebellion des jugendlichen Sankt Augustins gegen seine Eltern begonnen und somit gesündigt.
Auch König David kannte das Gesetz „Du sollst nicht begehren deines nächsten Frau“. Aber trotzdem hatte er viele Frauen nebenher. Als er sich allein im Palast ahnte, erblickte er eine Frau, die sich badete. Seine Begierde nach dem Fleisch wurde erweckt. Er rief die Frau zu sich und schwängerte sie. Er kannte das Gesetz, aber die in ihm verborgene Sünde der Begierde ist mit einem Male über ihn gekommen. Die Begierde hat über ihn Macht ergriffen und ihn zur Sünde verleitet.

 

Wie Paulus im Römerbrief 7,8 schrieb, ist die Sünde ohne das Gesetz tot.
Das bedeutet, dass die Sünde in uns ohne die Kenntnis des Gesetzes verborgen bleibt. Aber wenn du das Gesetz ernst nimmst, dann wirst du die Begierde als Sünde erkennen und das Wort der Sünde wird für dich ein lebendiger Begriff werden.

Wenn du eine Frau siehst, aber das Gesetz Gottes im Herzen trägst, spürst du zwar die Begierde, aber dein Geist wird sensibel genug sein, um gegen das Verlangen anzukämpfen. Die Menschen ohne Gott im Herzen sehen eine attraktive Frau und sind gedanklich mit ihr im Schlafzimmer, ohne auch nur ansatzweise ein schlechtes Gefühl zu haben. Erst wenn du Jesus als deinen Erretter angenommen hast, ist dein Geist erweckt und sensibel genug, um gegen die Verführungen dieser Welt anzukämpfen.

Die Frage, die du dir nun selber stellen solltest, lautet: Ist die Sünde in dir tot oder lebendig? Wenn die Sünde in dir lebendig ist, dann bist du geistig sensibel. Ist jedoch die Sünde in dir tot, bedeutet das, dass du die Bibel bisher nur teilweise oder oberflächlich gelesen hast. Erst wenn du das Wort Gottes mit deinem Herzen liest, wird das Gesetz deine Sündhaftigkeit offenbaren und die Sünde in dir wird lebendiger zutage treten. Das ist die zweite Funktion des Gesetzes!

 

3. Funktion: Das Gesetz führt uns zum Tod

Römerbrief 7,9-11 (Link hier)

9 Ich lebte einst ohne Gesetz; als aber das Gebot kam, wurde die Sünde lebendig, 10 ich aber starb. Und so fand sich’s, dass das Gebot mir den Tod brachte, das doch zum Leben gegeben war. 11 Denn die Sünde nahm das Gebot zum Anlass und betrog mich und tötete mich durch das Gebot.

 

Wir verurteilen die Anderen zu schnell und erkennen unsere eigenen Sünden nicht. Wir versuchen unsere eigene Gerechtigkeit mit Worten und Gewalt durchzusetzen.

 

Lukas 23,34 (Link hier)

34 Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun! Und sie verteilten seine Kleider und warfen das Los darum.

 

Sie wissen nicht was sie tun, aber weiß ich, was ich tue? Wenn unser Herr Jesus unsere Augen durch seine Worte erst einmal geöffnet hat und wir unsere sündhafte Natur und Unvollkommenheit selbst erkennen und in einem weiteren Schritt für uns anerkennen, kommt es unweigerlich zum Zusammenbruch unseres Egos. Erst wenn unsere verborgene Sünde sichtbar wird, ist ein Neuanfang in Gottes Wort möglich. Unsere Selbstgerechtigkeit, unser falscher Stolz und Hochmut muss erst wie ein Kartenhaus in sich zusammenbrechen. Auch wir Christen glauben oftmals in unserer eigenen Selbstgerechtigkeit, dass wir doch gute Christen in Jesu Namen seien. Doch Gerechtigkeit können wir nur durch das Gericht Gottes erfahren.
Wir sollen unsere Sünden ernsthaft vor unseren Herrn bringen, Buße tun und auf unsere Vergangenheit als Sünder zurückblicken. Unsere schmutzigen Gedanken, unsere Habsucht und Begierde müssen wir ernsthaft zum Kreuz bringen. Das Gesetz Gottes wird all unsere sündhafte Natur aufdecken und zu einer großen persönlichen Enttäuschung über unsere eigene Person führen. Vor Gott sind alle Menschen gleich: Keiner von uns ist heilig oder frei von Sünden.

Erst wenn wir unsere eigenen Sünden erkannt und vor das Kreuz gebracht haben, können wir seine Liebe und die wahre Bedeutung der Kreuzigung Jesus für unser Leben erkennen und unsere Herzen für seine Liebe öffnen. 

 

Römerbrief 7,12-13 (Link hier)

12 So ist also das Gesetz heilig, und das Gebot ist heilig, gerecht und gut. 13 Ist dann, was doch gut ist, mir zum Tod geworden? Das sei ferne! Sondern die Sünde, damit sie als Sünde sichtbar werde, hat mir durch das Gute den Tod gebracht, damit die Sünde überaus sündig werde durchs Gebot.

 

Macht das Gesetz die unschuldigen Menschen zu Sündern? Nein, denn das Gesetz offenbart die versteckten Sünden der Menschen und sorgt dafür, dass sie ihre Sünden erkennen können. Unsere Unvollkommenheit wird durch das heilige Gesetz offenbart.

Wenn jemand wirklich Jesus angenommen hat, dann muss er zwei wichtige Schritte im Glaubensweg gehen:

  1. Durch das Gesetz sollte man die versteckten Sünden erkennen. Sich von den Verführungen abzuwenden ist ein schwieriger Prozess und führt unweigerlich zu großen Enttäuschungen über einen selbst. Aber der Heilige Geist wird unsere geistigen Augen öffnen, damit wir unsere sündhafte Natur erkennen können.
  2. Wenn du tatsächlich deine Sünden erkannt hast und kniend vor dem Kreuz um Vergebung und um die Errettung bittest, dann wirst du Sündenvergebung durch unseren Herrn Jesus erfahren.

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Nächstes Thema: Meine neue Identität.


Quellenangaben:

Titelbild: http://beforeitsnews.com/contributor/upload/291278/images/pastors.jpg (04.11.2017, 13:09) – Mann reicht kniender Frau die Hand.

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